Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wer mich kennt, weiß, dass ich zu den Optimisten gehöre. Zu jenen Menschen, die gerne das Positive sehen und alles tun, damit das Gute noch besser werden möge. Dennoch gibt es gegenwärtig Entwicklungen, die schlichtweg gar nichts positives haben, es sind Katastrophen erster Güte.

Ich spreche von den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten. Und ich spreche von politischen Entwicklungen, die große Sorgen bereiten.

Erst vor kurzer Zeit gedachten wir in ganz Österreich den Opfern des Nationalsozialismus und erneuerten unsere Haltung gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus. Der Krieg im Nahen Osten hat seinen Ursprung aber genau dort: Im Judenhass und im Antisemitismus. Der Aufschrei in Europa gegen diesen Massenmord war bedenklich überschaubar.

„Mehr denn je: Europa und seine Wahlen! 9. Juni 2024 ist Europawahl!“

Auf der anderen Seite tobt in der Ukraine ein fürchterlicher Krieg eines Autokraten gegen die westliche Welt und eigentlich mitten in Europa. Der Ausgang dieses Krieges wird für Europa von maßgeblicher Bedeutung sein.

Und in Österreich sitzen wir mitten in der Europäischen Union und währen uns ob unserer geopolitischen und geografischen Lage und mit der Fahne der Neutralität in Sicherheit. Noch hält diese Sicherheit – wenn sie nicht von innen in Gefahr gerät. Denn wenn in Deutschland große Demonstrationen zur Ausrufung des Gottesstaates und die Abschaffung des Rechtsstaates und der Demokratie durch die Straßen ziehen, sollten alle Alarmglocken läuten.

Was tun? Mit allen Mitteln unsere Demokratie stärken und bewahren! Wahlen sind dazu erprobte und bewährte Instrumente. Nur wenn wir alles tun, wenn jeder und jede Einzelne sich zur Demokratie bekennt und dieses Bekenntnis auch bei der aktiven Teilnahme an Wahlen bekräftigt, können wir davon ausgehen, jenes Leben, das wir alle in einem der reichsten Länder leben dürfen, auch weiterhin so leben zu können.

Darum bitte ich Sie mit allem gebotenen Nachdruck: Gehen Sie am 9. Juni zur Europawahl oder nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl. Alle Infos dazu bekommen Sie bei uns im Rathaus bzw. auf www.gleisdorf.at!

Zum Schluss nun aber noch gute Nachrichten! Aus dem alten „Pfarrerstadl“ in der Kernstockgasse wurde das „Spiegelgitterhaus“. Kunstsammler Mag. Erich Wolf hat dieses bislang unscheinbare Baujuwel mit unfassbaren privaten Mitteln zu einer städtebaulichen Perle verwandelt.

Aber das ist nicht alles! Fortan werden dort wechselnde Ausstellungen aus der Sammlung Wolf – die größte Kunstsammlung steirischer Gegenwartskünstler – zu sehen sein. In Summe ist das alles ein kultureller Jackpot für die Stadt, die Region und das Land Steiermark.

Grund genug, dass zur Eröffnung am 3. Mai 2024 Bischof Wilhelm Krautwaschl, Landeshauptmann Christopher Drexler und viele weitere Gäste gekommen waren, um die Geburtsstunde des Spiegelgitterhauses mitzuerleben. Danke, lieber Erich Wolf, für dieses fantastische Projekt!

Herzliche Grüße!

Ihr Christoph Stark